Vorsorge

Für uns als Hausärzte stellt die Krankheitsvorsorge (Prävention) einen zentralen Bereich unserer Arbeit dar. Daher bieten wir Ihnen selbstverständlich alle von den gesetzlichen Krankenversicherungen empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen an. Dazu gehören die U6 – U9 und die J1 für Kinder und Jugendliche, die allgemeine Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 (auch Gesundheitsuntersuchung) für alle Patienten ab 35 Jahren im Abstand von je zwei Jahren und die Krebsvorsorgeuntersuchung für Männer ab 45 Jahren, die jährlich stattfindet.

Check-up 35

Die Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35) ist eine wirksame vorbeugende Maßnahme zur Früherkennung schwerwiegender Krankheiten. Sie kann ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt werden. Zur Gesundheitsuntersuchung gehören die Erhebung der Eigen- und Familienanamnese, eine körperliche Untersuchung, eine Blutentnahme mit Bestimmung von Cholesterin und Blutzucker, ein Harnstreifentest auf Eiweiß, Glucose, rote und weiße Blutkörperchen sowie Nitrit, und die daraus resultierenden Empfehlungen.

Der Check-up 35 kann bei uns mit dem Hautkrebsscreening kombiniert werden, das ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen getragen wird.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Gesundheitsuntersuchung um Laborleistungen oder zum Beispiel auch ein EKG zu ergänzen. Diese erweiterten Vorsorgeleistungen müssen wir den Patienten nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung stellen. Besonders wichtig: wir bieten Ihnen nur ergänzende Leistungen an, die aus unserer Sicht für Sie sinnvoll sind. Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an und informieren sich über den in der Praxis ausliegenden Flyer zum Check-up 35.

Im Rahmen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) bietet die AOK Ihren Versicherten ab 60 Jahren ein deutlich erweitertes Vorsorgeprogramm an (Check-Up 60 plus). Bitte sprechen Sie uns an!

Autor: Dr. Raffael Boragk

 

 

DMP Behandlungsprogramme

Seit mehreren Jahren wird von den Krankenkassen die Teilnahme an strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP, Disease Management Program) beworben.

Dabei geht es um eine verbesserte Betreuung chronisch Erkrankter, um Kontinuität und Qualität in der Versorgung. Die DMP`s gibt es für Erkrankungen, die häufig vorkommen, zu deren Therapie es ärztliche Leitlinien gibt und bei denen der Patient von einer kontinuierlichen Behandlung nachweislich profitiert.

Z. Zt. sind dies im hausärztlichen Bereich die koronare Herzkrankheit (KHK), die Zuckerkrankheit (Diabetes), die chronisch obstruktive Bronchitis ( COPD) und Asthma.

Der Patient verpflichtet sich durch seine Unterschrift auf einem Einschreibeformular, in regelmäßigen Abständen (3 Monate, in Einzelfällen auch 6 Monate) den Arzt zu einer Kontrolluntersuchung aufzusuchen. Je nach Programm gehören bei den Terminen auch Blutentnahmen, Lungenfunktionsprüfungen und andere Untersuchungen nach vorgegebenem Plan dazu. Der aktuelle Stand wird auf speziellen Formularen dokumentiert und an die Krankenkasse übermittelt. Bei diesen regelmäßigen Kontrollen kann auf Veränderungen schnell reagiert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Die Teilnahme am DMP-Programm bringt Sicherheit für Arzt und Patient, es entstehen keine „Versorgungslücken“. Den nächsten Termin bekommt der Patient immer gleich mit.

Als Zusatzleistung übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Schulungsmaßnahmen für DMP-Teilnehmer.

Teilnehmende Ärzte müssen apparative Ausstattung, persönliche Qualifikation und jährliche Fortbildungen zu den Krankheitsbildern nachweisen. Für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand erhalten die Praxen eine Aufwandsentschädigung.

Die Teilnahme an DMP-Programmen ist freiwillig! Auch Patienten mit einer der oben genannten Erkrankungen, die nicht am DMP teilnehmen möchten, werden von uns sorgfältig und qualifiziert betreut.

Autor: Dr. Christine Boragk

Demenzfrüherkennung

Bei drohenden demenziellen Erkrankungen ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung äußerst wichtig.

Mit validen Testverfahren lassen sich erste Symptome erfassen und auch im Verlauf beurteilen. In unserer Praxis kommen der DemTect und das Hausärztlich Geriatrische Basisassessment zur Anwendung. Eine Leistung Ihrer Krankenkasse.

Hierfür wird ein gesonderter Termin bei unserer Mitarbeiterin Frau Altnau vereinbart. Das Ergebnis wird dann mit einem der Ärzte besprochen.

Wir empfehlen allen Patienten ab 60 Jahre, im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung auch ein Demenzscreening durchführen zu lassen.

Autor: Dr. Raffael Boragk

Hautkrebsscreening

Im Rahmen des Hautkrebsscreenings wird die gesamte Körperhaut auf krebsverdächtige Veränderungen hin untersucht. Insbesondere geht es um die Früherkennung des Melanoms, des sog. "schwarzen Hautkrebses". Sollten sich Verdachtsmomente ergeben, überweisen wir Sie zum Dermatologen (Hautarzt), wo Sie dann einen bevorzugten Termin erhalten. Aus praktischen Gründen empfiehlt sich die Kombination mit der Gesundheitsuntersuchung Check-up 35. Denn auch das Hautkrebsscreening wird ab 35 Jahren alle 2 Jahre von den Kassen übernommen.

Autor: Dr. Raffael Boragk

Kindervorsorgeuntersuchung

In unserer Praxis führen wir Kindervorsorgeuntersuchungen von der U6 bis zur U9 sowie die J1 für Jugendliche durch. Sie beinhalten die körperliche Untersuchung, Beurteilung der altersgerechten Entwicklung und das Erkennen von altersspezifischen Problemen. Fast alle empfohlenen Impfungen erfolgen mit diesen Untersuchungen, der Impfstatus wird jedes Mal überprüft. Auch Sehtest und Hörprüfung gehören dazu.

Die Zeiträume für die Durchführung sind meistens auf dem gelben Untersuchungsheft vermerkt, das Sie bitte zur Untersuchung mitbringen. Es ist wichtig, diese Zeiten einzuhalten, da versäumte Untersuchungen nicht nachgeholt werden können.

Seit 1.4.2010 sind Eltern in Niedersachsen gesetzlich verpflichtet, Ihre Kinder zur U5 bis U8 beim Arzt vorzustellen. Bitte bringen Sie ggf. auch die Ladungskarten mit zur Untersuchung. Diese werden von uns als Bestätigung der Durchführung zurückgeschickt.

U6 – zehnter bis zwölfter Lebensmonat

U7 – 21. bis 24. Lebensmonat

U7a – 34. bis 36. Lebensmonat

U8 – 46. bis 48. Lebensmonat (dreieinhalb bis vier Jahre)

U9 – 60. bis 64. Lebensmonat (fünf bis fünfeinhalb Jahre)

 

Autor: Dr. Fabian Detmer

Krebsvorsorge für Männer

Die Krebsvorsorge für Männer ist ein zusätzliches Angebot im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 45 Jahren und findet jährlich statt. Dazu gehört die Anamnese, körperliche Untersuchung mit Abtasten der Hoden, Prostata und des Enddarmes sowie als zusätzliche Leistung (auf eigene Kosten, falls gewünscht) die Bestimmung des PSA-Wertes (Abkürzung für Prostata Spezifisches Antigen). Der PSA-Wert kann früh Hinweise auf ein Prostata-Karzinom geben. Ab 50 Jahren ist zusätzlich ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl, ab 55 Jahren einmalig in 10 Jahren eine vorsorgliche Darmspiegelung im Rahmen der Krebsfrüherkennung vorgesehen. Auch hierfür empfehlen wir besonders unser Recall-System zur Terminerinnerung!

Autor: Dr. Raffael Boragk