Diagnostik und Therapie

Moderne diagnostische Untersuchungsverfahren kommen in unserer Praxis täglich zur Anwendung. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird die technische Ausstattung regelmässig geeicht und überprüft.

Außerdem achten wir sorgfältig auf die fachliche Qualifikation und aktuelle Weiterbildung im gesamten Team.

EKG

Das EKG (Elektro-Kardio-Gramm) ist eine Aufzeichnung der elektrischen Ströme im Herzen. Bei jeder Herzaktion laufen diese Ströme in charakteristischem Muster durch Leitungsbahnen im Herzen und führen zur Muskelanspannung und damit zu den Pumpbewegungen des Herzens. Das EKG ermöglicht einerseits die Beurteilung der Pulsfrequenz, also des Tempos, mit dem das Herz schlägt und des Herzrhythmus. Ferner führen Durchblutungsstörungen und Veränderungen der Herzmuskulatur zu typischen EKG- Veränderungen. Das EKG ist daher die grundlegende Untersuchung bei allen Herzerkrankungen. Häufig benötigt wird es zum Ausschluss eines Herzinfarktes bei Brustschmerzen und zur Kontrolle bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße. In unserer Praxis werden dem liegenden Patienten zur Ableitung eines EKGs Saugelektroden an Brustwand, Armen und Beinen befestigt. Die Untersuchung lässt sich schnell und unkompliziert durchführen und gibt häufig entscheidende Hinweise in der Diagnostik.

Autor: Dr. Raffael Boragk

Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG (Ergometrie) ist eine Untersuchung, bei der während körperlicher Belastung (Radfahren) Blutdruck und Puls gemessen sowie ein kontinuierliches EKG abgeleitet wird. Der Schweregrad der Belastung wird nach einem festen Zeitschema gesteigert bis eine bestimmte Leistung (Watt) oder Pulsfrequenz erreicht wird oder die Untersuchung aus anderen Gründen abgebrochen werden muss. Das Belastungs-EKG ermöglicht eine umfassende Beurteilung der Herz-Kreislauffunktion. Sinnvoll ist diese Untersuchung z.B. bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Herzens, bei hohem Blutdruck, aber auch vor Beginn sportlichen Trainings und zur Leistungsanalyse. In unserer Praxis wird die Untersuchung nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) durchgeführt. Eine Kassenleistung zur Diagnostik bei Beschwerden, eine individuelle Gesundheitsleistung im Rahmen der erweiterten Vorsorgeuntersuchung oder bei sportmedizinischer Fragestellung.

Autor: Dr. Christine Boragk

Kleine Chirurgie

Die Erstversorgung von Wunden, Naht und Verband einer Platzwunde, Wundkontrollen und Verbandswechsel nach Operationen und die Versorgung von chronischen Geschwüren (z. B. offenes Bein) sind nur einige Beispiele, die wir im Bereich der kleinen Chirurgie regelmäßig durchführen. Im Rahmen des Qualitätsmanagements existieren hierfür definierte Behandlungsabläufe und strenge hygienische Standards.

Autor: Dr. Christine Boragk

Laborleistungen

Im Rahmen der Diagnostik oder auch als Erweiterung der Vorsorgeuntersuchungen können verschiedenste Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Die entnommenen Blutproben werden gegen Mittag vom Laborfahrdienst in der Praxis abgeholt und im Labor in der Falkestrasse untersucht. Die Ergebnisse liegen in der Regel am nächsten Tag vor. Bei sehr dringenden Anfragen können auch am selben Tag Laborergebnisse abgefragt werden. Einige Untersuchungen dauern allein aufgrund der Methode der Laboruntersuchung länger, sodass das Ergebnis einige Tage dauern kann.

Einige wichtige Untersuchungen können direkt in der Praxis erfolgen. Dies sind z.B. der Troponin-Test, ein Schnelltest auf Herzinfarkt, die Urin-Stix-Untersuchung auf rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit und andere Urinbestandteile und die Blutzuckeruntersuchung aus kapillärem Blut, d.h. aus einem Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerbeere. Dieses Präsenzlabor benötigen wir vor allem, um täglich schnelle Entscheidungen treffen zu können.

Autor: Dr. Christine Boragk

Langzeit-Blutdruckmessung

Die Langzeit-Blutdruckmessung wird vor allem bei Verdacht auf zu hohen Blutdruck und zur Therapiekontrolle bei bekannter Hypertonie, einem der entscheidenden Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, durchgeführt. Der Patient bekommt ein tragbares Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette angelegt, das über ca. 24 Std. wiederholt den Blutdruck misst. Tagsüber erfolgen die Messungen viertelstündlich, nachts halbstündlich. Am nächsten Tag wird das Gerät in der Praxis wieder abgenommen und ausgewertet. Um die Messwerte korrekt beurteilen zu können, sollte der Patient am Untersuchungstag ein Protokoll seiner Aktivitäten führen. Dafür erhält er von uns einen Vordruck. Im Vergleich zu gelegentlichen Blutdruckmessungen in der Praxis oder zu Hause, können bei der Langzeituntersuchung auch nächtliche Blutdruckwerte und Durchschnittswerte beurteilt werden. Zudem fällt der sogenannte „Weißkitteleffekt“ weg: ein Großteil der Patienten hat bei Blutdruckkontrollen in Arztpraxen höhere Werte als im Alltag zu Hause oder bei der Arbeit. Die Beurteilung des Blutdruckverhaltens unter Alltagsbedingungen gelingt mit der Langzeit-Blutdruckmessung besser.

Autor: Dr. Raffael Boragk

Langzeit-EKG

Die Langzeit-EKG-Untersuchung ist eine kontinuierliche EKG-Ableitung über 18 bis 24 Stunden. Es werden Klebeelektroden auf die Haut des Brustkorbs aufgebracht, die mit einem transportablen EKG-Rekorder verbunden sind. Dieser wird in einer kleinen Tasche vom Patienten getragen und hat etwa die Größe eines MP3-Players. Am Folgetag wird das Gerät von unseren Mitarbeiterinnen wieder abgenommen. Die Untersuchung dient in erster Linie der Dokumentation des Herzrhythmus. Rhythmusstörungen wie Extraschläge, Vorhofflimmern, Herzrasen, zu langsamer Puls und Pausen in der Herzaktion werden aufgezeichnet. EKG-Veränderungen bei Durchblutungsstörungen des Herzens können durch das LZ-EKG nur eingeschränkt beurteilt werden. Hierzu eignen sich das Ruhe-EKG und das Belastungs-EKG. Bei einigen Fragestellungen kann auch eine Kombination aus diesen Untersuchungen notwendig sein.

Autor: Dr. Raffael Boragk

Lungenfunktionsprüfung

Mit der Lungenfunktionsprüfung werden die wichtigsten Parameter der Lungenbelüftung gemessen. Unter Anleitung einer Mitarbeiterin wird nach Aufsetzen der Nasenklemme durch ein Mundstück mehrfach ein- und ausgeatmet. Die gemessenen Werte werden vom Spirometriegerät in einer Atemkurve dargestellt. So lassen sich z.B. Veränderungen im Atemfluss durch Verengung der Atemwege oder krankhaft verändertem Lungenvolumen und andere Funktionsstörungen nachweisen. Sinnvoll ist diese Untersuchung bei unklarer Atemnot, Verdacht auf allergisches Asthma oder chronischer Bronchitis. Im Rahmen der Teilnahme am DMP-Programm COPD wird die Spirometrie regelmäßig durchgeführt.

Autor: Dr. Christine Boragk

Ultraschall

Ultraschalluntersuchungen ermöglichen einen schmerzfreien „Blick nach innen“ ohne jegliche Strahlenbelastung. Der Patient liegt hierbei entspannt auf einer Untersuchungsliege. Über einen Schallkopf werden Schallwellen abgegeben, die an den verschiedenen Organen unterschiedlich zurückgeworfen werden. Aus den reflektierten Schallwellen wird im Gerät ein Bild in Graustufen generiert, das einer Schnittebene des untersuchten Bereiches entspricht. Wir führen diese Untersuchung für die Schilddrüse und die Bauchorgane durch.

Bei der Schilddrüse können Lage, Größe, Knoten und Zysten beurteilt werden. Im Bauchraum lassen sich die großen Gefäße, z.B. die Bauchschlagader, Lymphknoten, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und –wege, Nieren, Milz und die Harnblase darstellen. Auch Magen und Darm können mit Einschränkungen beurteilt werden. Weil schon kleinere Mengen geschluckter Luft im Magen-Darmtrakt die Untersuchung erschweren können, sollten Sie für den Ultraschall des Bauches nüchtern sein. Besonders geeignet ist die Ultraschalluntersuchung zur Abklärung von unklaren Bauchschmerzen, Leberwerterhöhungen, Nierenschmerzen und Gallensteinleiden. Bei vielen Fragestellungen kann durch die Ultraschalluntersuchung auf strahlenbelastende Untersuchungstechniken wie Röntgen oder Computertomographie verzichtet werden. Auch im Rahmen der Vorsorge kann eine Ultraschalluntersuchung eine sinnvolle Ergänzung sein.

Alle Ärzte der Klütpraxis besitzen die Qualifikation zur Durchführung von Ultraschalluntersuchungen nach den Qualitätsstandards der Kassenärztlichen Vereinigung.

Autor: Dr. Christine Boragk